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Ist so ein Bild noch zu retten?

Ein Gemälde in Öl auf Leinwand mit Darstellung einer afrikankischen Kaffeeplantage, um 1914. Das Bild befindet sich in Privatbesitz und ist familiengeschichtlich relevant. Die Objektgeschichte hat deutliche Spuren hinterlassen: Der Bildträger war durch unsachgemäße Lagerung stark geknickt und gewellt. Hinzu kommt ein gedunkelter Überzug, welcher sich schwer löslich verhält und im Zuge der Restaurierung nur reduziert werden konnte. Das Gemälde nach der Restaurierung. Das Glätten und neu Aufspannen des Bildträgers hat dem Gesamterscheinungsbild gut getan. Kleinere Fehlstellen der Bildschicht konnten gekittet und retuschiert werden.

Portrait eines Hamburger Theologen, datiert ins 17. Jahrhundert

Portrait Rudolf Capellus aus dem Besitz der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, 17. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. Die Malerei liegt auf rötlich getönter Grundierung, sichtbar im Bereich von Malschichtverlusten. Umfangreicher Haftungsverlust der Bildschicht sowie mechanische Beschädigungen Gesamtaufnahme des Gemäldes vor der Restaurierung. Detail nach der Restaurierung (Festigung der Malschicht, Oberflächenreinigung, Kittung und Retusche). Detail nach der Restaurierung. Retusche in feiner Strichtechnik.

„Die Vermählung der Brema mit dem Meere“

Retusche an einem großformatigen Leinwandgemälde, 300 x 700 cm, im Bremer Rathaus. Auftragnehmerin und Projektleitung: Aika Schnacke, Restaurierung von Gemälden und zeitgenössischer Kunst. Aufgrund jahrzehntelanger Lagerung im aufgerollten Zustand wies das Gemälde zahlreiche größere sowie punktuelle Malschichtausbrüche infolge von Leinwandknicken auf. Unten: die Signatur nach der Eintönung von Fehlstellen.    

Freilegung

Ein Supraportengemälde aus einer Villa am Mittelweg / Hamburg – Harvestehude. Bauherr: Alfred Beit 1890 / 91. Öl auf Leinwand, Maße ca. 80 x 150 cm. Wie die hölzernen, geschnitzten und mit Intarsien versehenen Türblätter und Türrahmen gehört das Gemälde zur originalen Innenaussstattung der Villa. Im Laufe der Jahre wurde es mehrfach mit weißen Farbanstrichen übermalt. Die Aufgabe bestand in einer Freilegung sowie restauratorischen Maßnahmen an der Malschicht und am Bildträger. Das Supraportengemälde im eingebauten Zustand vor der Freilegung. Das freigelegte Gemälde nach dem Einbau in den zugehörigen Holzrahmen in der Werkstatt Caroline Weiss.

Landschaftsdarstellung

Landschaftsdarstellung, Öl auf Leinwand, Maße: 24,4 x 31,4 cm. Datiert 1889. Die begonnene Oberflächenreinigung im linken unteren Bildbereich zeigt, wie stark Oberflächenschmutz und ein vergilbter Firnis die Malerei beeinträchtigen. Detail, Ausbrüche der Fassung und ältere Klebeversuche an der unteren Rahmenleiste des zugehörigen Schmuckrahmens. Das Gemälde im Schmuckrahmen nach der Restaurierung.

Großformatiges Leinwandgemälde

Ein großformatiges Leinwandgemälde mit Darstellung Bremerhavens im Jahr 1842. Maße: 285 x 323 cm. Standort: Rathaus Bremen. Ein maltechnisches Detail: Pünktchen einer Lochpause zur Ausführung des Schriftzuges im unteren Bereich. Detailaufnahmen des stark geschädigten, linken Randbereichs. Aufbau einer Strichretusche mit Gouachefarben. Das Gemälde nach der Restaurierung.

Das Gröningsche Familienbild

Ein großformatiges Leinwandgemälde mit Darstellung der Familie Gröning von Simon Peter Tilemann gen. Schenck, vermutlich 1663. Maße: 212 cm x 320 cm. Standort: Bremer Rathaus. Detail aus der Personengruppe (Hochzeitsgesellschaft) in orientalischer Tracht. Im rechten Bildbereich liegt noch der vergilbte Firnis auf. Detail einer Frauendarstellung nach der Kittung größerer Fehlstellen in Bildrelevanten Bereichen  (Gesicht). Detail nach begonnener Retusche im Bereich der Hand der Dargestellten.

Portrait der Laura Beit

Darstellung der Laura Beit, Mutter des Hamburger Kaufmanns und Diamantenhändlers Alfred Beit. Von Gottfried Hofer 1894, aus dem Besitz des Hamburgmuseums. Maße: 121,5 x 92,0 cm. Das Detail zeigt den stark vergilbten und durch Abplatzungen geschädigten Firnis im Gesicht der Dargestellten. Detail des Portraits vor der Restaurierung mit Notsicherungen aus Japanpapier um Malschichtverlust vorzubeugen. Detail, Kopf der Laura Beit nach der Restaurierung. Der schadhafte, vergilbte Firnis konnte reduziert werden. Ein altersbedingtes Malschichtcraquelée bleibt bestehen. Die Portraitausstellung der Stiftung Historische Museen im Hamburgmuseum, November 2015.